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Rechteckangerdorf
Herkunft/Bedeutung des Ortsnamens : „mit Eschen bewachsene Au“ Nach einer Aufzeichnung im Stadtbuch von Waidhofen a. d. Thaya (Nr. 66) vom 9. Mai 1389 verglich sich ein gewisser „Pesco“ mit seiner leiblichen Mutter, der „Windigsteigerin“ und seinem Vetter (Cousin) „Stephlein dem Eschenawr“ wegen seiner Erbrechte vom Vater her, die er an dem Haus der Steffleins „Eschenauer“ hatte. Er verzichtete gegen eine Entschädigung auf seine Erbansprüche.
Am 27. Oktober 1523 belehnte Ferdinand I. den Bernhard Jörger auf Meires unter anderem um 3 ½ Pfund Geld und den Drittelzehent auf Eschenau. Die Grundobrigkeit gehörte 1590/91 zur Hälfte der Herrschaft Meires (10 ½ Häuser) und der Herrschaft Grünau (11 ½ Häuser). Die Ortsorbrigkeit hatte die Herrschaft Grünau, die Landgerichtsobrigkeit die Herrschaft Meires inne.
Am Ende der Herrschaftszeit hatten die beiden Herrschaften Grünau und Meires gemeinsam die Grundobrigkeit über das Lehenhaus Nr. 19.
Zur Herrschaft Grünau gehörten weiters die Lehenhäuser Nr. 2, 13, 14 und 20, die Halblehen Nr. 1, 15, 17 und 22, das Dreiviertellehen Nr. 23, die Viertellehen Nr. 5 und 11, die Hofstatt Nr. 10 und die Kleinhäuser Nr. 21, 26 und 27. Die Herrschaft Meires hatte die Grundobrigkeit über die Lehenhäuser Nr. 3, 8, 16 und 19, die Halblehen Nr. 6, 7 und 9 und das Kleinhäusl Nr. 25. Auch das Halterhaus der Gemeinde (Nr. 4) und die Gemeindeschmiede (Nr. 8) unterstanden Grünau.
Das „Schinderhaus“ in der benachbarten KG Jetzleswald, das rechtlich zum Dorf Jetzles bzw. zur Herrschaft Schwarzenau gehörte, hatte die Konskriptionsnummer Eschenau 24 und wurde statistisch dem Ort zugezählt, später bekam diese Nummer die Volksschule Eschenau. Das „Schinderhaus“ stand im „Schinderwald“ zwischen Grafenschlag und Eschenau, nordwestlich der heutigen B 36.
Die Kapelle in Eschenau wurde zwischen 1853 und 1854 erbaut. Am 6. November 1854 erfolgte die Weihe durch Dechant Mathias Peter aus Heidenreichstein. Sie ist der Heiligen Anna geweiht. Die Glocke stammt aus dem Jahre 1830.
1928 gab es in Eschenau noch einen Gastwirt, einen Schmied und einen Schneider.
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