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Breitangerdorf
Herkunft/Bedeutung des Ortsnamens : „Siedlung eines Mannes mit dem althochdeutsch-bairischen Personennamen Ruodprecht“ (wahrscheinlich der Rodungsführer)
Erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1420 durch die Ausstellung eines Lehenbriefes lautend auf Wolfgang Streun zu Schwarzenau durch Johannes Graf von Hardegg. Er belehnt nach dem Tod von Wolfgang Streun zu Schwarzenau dessen Gattin Anna von Losenstein mit etlichen Gütern und Gülten unter anderem auch in „dem Dorff Rueprechts“.
Das Dorf gehörte mit Grund-, Orts- und Landesgerichtsobrigkeit zur Herrschaft Schwarzenau. 1633 werden 21 Lehenhäuser und 10 Hofstätten als aufrecht genannt. An Überländ werden 3 öde Hofstätten angeführt. Der Pfändler von Vitis hatte ein Überländ, die „Raumbharterin genandt“. 1636 waren von 31 Häusern 6 verödet.
Zwischen 1769 und 1772 errichtete die Dorfgemeinde, unterstützt durch einen gebürtigen ehemaligen Dorfbewohner, der es als Fleischhauer und Pferdehändler in Wien zu Wohlstand gebracht hatte, eine Kapelle, die dem Heiligen Antonius von Padua geweiht ist. Das volkstümlich barocke Altarbild zeigt den Patron, der die Hände des Jesuskindes, das am Schoß seiner Mutter sitzt, küsst. Aus dieser Zeit stammt auch eine Plastik des Heiligen Antonius, ursprünglich in einer Nische vor der Kapelle, jetzt in der Kapelle aufgestellt.
1752 wurde vom Herrschaftsinhaber (Polheim) auch eine Statue des Heiligen Felix von Cantalice an der heutigen Landesstraße in der Nähe des Ortsausganges nach Hirschbach aufgestellt.
Einer Tabernakelbildstock steht auf einem Feldweg in Richtung Vitis an der Kreuzung zum „alten Weg“ (im Hochmittelalter, die nördliche Hochstraße).
Am Ende der Herrschaftszeit waren die Häuser Nr. 6, 10, 12-14, 16, 21, 22, 24, 27, 29 und 31 Lehenhäuser, die Häuser Nr. 2, 3, 5, 7-9, 11, 17, 18, 20, 23, 26, 28, 30, 32, 33, 36, 38-40 und 43-46 Halblehen, die Häuser Nr. 1, 15 und 19 Hofstätten und Nr. 35, 37, 41 und 42 Kleinhäuser. Nr. 34 war das Wirtshaus, Nr. 4 das ehemalige Halterhaus und Nr. 25 die ehemalige Gemeindeschmiede.
1928 gab es in Großrupprechts 1 Gasthaus, 1 Schmiede, 1 Tischler und 2 Schneiderinnen.
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