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Straßendorf
Herkunft/Bedeutung des Ortsnamens : slawischer Ursprung = „Ahorn“
Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1150 mit „Laurnich“
Das slawische Dorf dürfte aber an einer anderen Stelle als die heutige Siedlung gelegen sein (Sage vom versunkenen Kloster in der „Wiegen“).
1393 ist von einer öden „hofstat“, gelegen auf der öden „Jaurnik in Waidhofner gericht“ die Rede. Diese ist ein Lehen der Kapelle zu „Peygarten“. Es ist schwerig, den Inhalt dieser Urkunde nachzuvollziehen, denn 1417 ist Jaudling besiedelt und gehört mit allen Rechten zu Schrems. Daher sind folgende zwei Rückschlüsse möglich:
1. Schrems erwarb erst nach 1393 alle Rechte in Jaudling.
2. Mit „den öden Jaurnik“ ist ein anderer Ort gemeint.
Für die Wiederbesiedelung spricht, dass der Ort zur Pfarre Schrems gezogen wurde.
1417 war „Yewrung“ wiederbesiedelt und hatte 25 Häuser, davon 10 Lehen, 5 Halblehen und 10 Hofstätten. „Endwl von erlasprunst“ (Edelprinz) leistete für den „prant“ 12 d (Pfennige) Grunddienst. Vielleicht hatte er die Brandstelle (verödetes Dorf) inne.
Laut dem Urbar von 1595 hatte die Herrschaft Schrems den ganzen Zehent von 2 Lehen, 2 Halblehen, 4 Hofstätten, 2 Überlandäckern und auf einem „Gärtl“, das zur Mühle gehörte, auf 2 Lehen Zweidrittelzehent und auf einem Lehen den Drittelzehent. Auch der Pfarrer von Schrems hatte Zehente zu Jaudling und verpachtete 1664 diese an die Herrschaft Heinreichs.
Die Herrschaft Heinreichs ließ im 17. Jahrhundert in Jaudling ein „Schlößl“ aus zwei Untertanenhäuser im Osten, rechts bei der Ortsausfahrt in Richtung Eschenau mit einem „Mayrhof“ und „Schäfflerhof“ (Schafhof) errichten. Dazu gehören 120 Joch Äcker, 46 Tagwerk Wiesen und 3 Tagwerk Wald. Außerdem besitzt die Herrschaft noch ein „Würthshauß“, das jährlich 100 Eimer Wein „verleüthgebt“ (ausschenkt), die Hofmühle und das Bad. Auch mit dem Landgericht gehörte das Dorf zur Herrschaft Heinreichs. 1673 hatte dieses in Jaudling 18 gestiftete und 7 verödete Häuser.
Die Kapelle wurde um 1800 errichtet. Sie ist dem Heiligen Florian geweiht, brannte 1885 ab, wurde wieder aufgebaut und 1888 geweiht. 1906 bekam die Kapelle eine Messlizenz.
Wahrscheinlich kam es in der 2. Hälfte des 2. Jahrzehnts des 19. Jahrhunderts zur Gründung einer Filialschule in Jaudling. Das ursprüngliche Schulhaus war auf Haus Nr. 3 und wurde 1877 durch einen Neubau ersetzt (Haus Nr. 47). 1972 wurde die Volksschule Jaudling stillgelegt.
Um 1840 gab es in Jaudling 5 Pferde, 150 Ochsen, 115 Kühe, 100 Schafe, 6 Ziegen und 80 Schweine.
Am Ende der Herrschaftszeit gehörten alle Häuser zur Grundherrschaft Schrems. Nr. 22 war die ehemalige Gemeindeschmiede (heute abgerissen), Nr. 24 die ehemalige Mühle.
1928 gab es in Jaudling noch 2 Schmieden, eine Gemischtwarenhandlung, einen Fuhrwerksunternehmer, eine Mühle, einen Schuster, eine Trafik und einen Wagner.
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