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Heute Angerdorf, ursprünglich nur Zeilendorf
Herkunft/Bedeutung des Ortsnamens : genetivischer Ortsname eines Personennamens (Kose- bzw. Verkleinerungsform von Uotzo = kleiner Ulrich).
1398 verkaufte „Hanns Strein von Swartzenaw dem Mathesen dem Porst von den Yetzeins“ den Zehent, der Lehen des Strein ist, um 7 Pfunde Wiener Pfennige. Der Zehent ist gelegen „daz dem Walkhes“ auf einem Hof. Gemeint ist der spätere Jetzleshof, der auch die Gründe der verödeten Ortschaft Walkers bewirtschafte.
Jetzles selbst bestand aus 14 Häusern (10 Lehen, 4 Halblehen), die im Norden der heutigen Siedlung lagen. Im Süden stand der zur Herrschaft Schwarzenau gehörige Jetzleshof. Er übte die Dorfobrigkeit und das Landgericht auch über das Dorf Jetzles selbst aus. 1636 war die Hälfte des Dorfes Jetzles (7 Häuser) verödet.
Zu Jetzles gehörte auch die heute unbewohnte KG Jetzleswald, die nur über das Gebiet der KG Jaudling oder Grafenschlag erreicht werden kann. Es sind dies die Gründe der verödeten Ortschaft Ernbrechts. Hier wurde ein „Schinderhaus“ errichtet, das mit allen Rechten zu Jetzles bzw. zur Herrschaft Schwarzenau gehörte, jedoch die Konskriptionsnummer Eschenau 24 führte. Später – wahrscheinlich mit der Konstituierung der Ortsgemeinden – bekam es die Bezeichnung „Jetzleswald 1“. Um die Jahrhundertwende wurde es abgerissen und 1906 die „Bauarea“ (P 113 KG Jetzleswald) in eine Wiese umgewidmet. Heute erinnert noch der „Schniderberg“ zwischen Grafenschlag und Eschenau an dieses Haus.
Die Kapelle wurde vor 1824 erbaut und ist Maria Himmelfahrt gewidmet. 1835 weihte Bischof Leonhard anläßlich einer Visitation mit Firmung in Vitis auch eine Kapellenglocke in Jetzles, 1906 wurde die Kapelle umgebaut. Die barocke Schnitzfigur der Heiligen Maria mit dem Kinde stammt um 1800, wahrscheinlich aus der Gründungszeit der Kapelle. Die Schnitzfigur des Heiligen Florian ist bedeutend älter (Anfang 16. Jahrhundert), wurde jedoch barock überarbeitet.
1928 gab es in Jetzles ein Gasthaus, 2 Gemischtwarenhändler und 1 Schmied.
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