Kleingloms

Dorf mit kleinem Dreiecksanger

Herkunft/Bedeutung des Ortsnamens : slawischer Gewässername = „Bach mit brüchigen Hängen“

Erste urkundliche Nennung erfolgte 1233 – „Vlricus de Lobentz“ ist Urkundenzeuge

Das Dorf gehörte mit Grund-, Dorf- und Landgerichtsobrigkeit zur Herrschaft Hirschbach. Diese hatte in Kleingloms auch die Landgerichtstätte, sprich Galgen. Diese lag nördlich des Ortes in Richtung Vitis. Die Äcker und Wiesen werden bzw. wurden auch Galgenäcker bzw. –wiesen genannt. Der Galgen war aus Holz und musste öfter erneuert werden. Bekannt ist die Hinrichtung der 26-jährigen Kindesmörderin Elisabeth Schwingenschlögl am 12. März 1738. Ihr wurden Kopf und Hand abgeschlagen und diese „sodann auf das Radt gestekhet“.

1455 hatte kurzfristig Hans Hofkirchen Herrschaftsrechte (Gülte) in Kleingloms, die er von Hans Topler gekauft hatte und mit denen ihn Herzog Albrecht V. belehnte.

Der Ort bestand ursprünglich aus 3 Höfen, zwei Lehen und 2 Hofstätten. Die Mühle gehörte der Herrschaft und war verpachtet. 1786 erwarb sie die Familie Ledl, die die inzwischen aufgelassene Mühle auch heute noch besitzt.

Der Ort gehörte ursprünglich zur Pfarre Weißenalbern und wurde 1741 der damals neu gegründeten Pfarre Hirschbach zugeteilt. Die Kapelle wurde zwischen 1850 und 1852 erbaut und am 22. August 1852 durch Dechant Chalupka aus Kirchberg am Walde geweiht. Sie ist der Heiligen Familie gewidmet.

1840 gab es in Kleingloms 3 Pferde, 38 Ochsen, 31 Kühe, 49 Schafe und 27 Schweine. Um 1840 hatte Kleingloms einen Wirt, den es auch noch 1928 gab.

Am Ende der Herrschaftszeit bestand das Dorf aus den Höfen Nr. 1, 2 und 5, den Lehen Nr. 6 und 7, den Hofstätten Nr. 3 und 8 und den Kleinhäusern Nr. 4, 7, 10, 11, 13 und 14. Die Mühle hatte Nr. 12.