Kleinschönau

Breitstraßendorf

Herkunft/Bedeutung des Ortsnamens : „bei der schönen Au“

1380 gibt Herzog Albrecht III. den Brüdern „Hans vnd Ott, die Toppler“ die „Vest ze Hirspach“ mit allem Zubehör und 22 Pfund Gült auf behaustes Gut. Weiters werden noch angeführt 2 Teile Zehent „ze Hirspach, ze dem Stölzleins, ze Schonnaw und ze Lobniz“.

Das Dorf gehörte mit Grund-, Dorf- und Landesgerichtsobrigkeit immer zur Grundherrschaft Hirschbach. 1455 verkaufte – wahrscheinlich – vorübergehend, Hans Topler das Dorf „Schönnaw“ dem Michael von „Herwartenhouen“ (Großhöbarthen bei Waldenstein).

1514 werden anlässlich von Rechtsstreitigkeiten auch Zehente auf sieben öde Lehen zu „Schenaw bey Hirspach“ genannt, was auf eine vorübergehende Verödung des Ortes selbst bzw. eines Teiles desselben schließen lässt. 1590/91 war der Ort aber wieder aufrecht. Kleinschönau gehörte im Mittelalter zur Pfarre Sallingstadt. Als diese in den Wirren der Reformation zugrunde ging, wurde es nach Großglobnitz eingepfarrt, bis es schließlich 1758 Hirschbach zugeteilt wurde. 1835 erhielt der Ort eine Kapelle, durfte aber vorerst keinen Altartisch aufstellen, da sie nur dem Rosenkranzgebet gewidmet sein sollte. 1862 wurde die Kapelle erst geweiht.

1755 nach dem Tod von Graf Franz Sigmund von Herberstein verkaufte seine Frau die Herrschaft Hirschbach mit Kleinschönau und Kleingloms an den Inhaber von Kirchberg am Walde Graf Julius Veterani von Mallenthein. Beide Dörfer verblieben bis zum Ende der Herrschaftszeit nun bei Kirchberg am Walde.

Am Ende der Herrschaftszeit war das Haus Nr. 5 das Gemeindehaus (wahrscheinlich Halterhaus).

Um 1840 betrug der Viehstand in Kleinschönau 1 Pferd, 66 Ochsen, 41 Kühe, 75 Schafe, 4 Ziegen und 20 Schweine.

1928 waren im Ort ein Gastwirt, ein Landesproduktenhändler (mit Bierverkauf), ein Marktfahrer und drei Viehhändler.