Warnungs

Angerdorf

Herkunft/Bedeutung des Ortsnamens : genitivischer Ortsname, der sich vom Personennamen Waramunt ableitet

Erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1200 – „Warmundes“

Der Ort gehörte mit Grund-, Orts- und Landesgerichtsobrigkeit zur Herrschaft Kirchberg am Walde, die jedoch im Mittelalter vorübergehend durch Schenkungen auch dem Stift Zwettl zu herrschaftlichen Rechten im Ort verhalf. So hatte dieses 1280 5 Hofstätten und die Mühle, 1321 6 Lehen, 1 öde Hofstatt und die Mühle inne. 1596 erhoben sich die Bauern des Ortes gegen die Herrschaft Kirchberg. Der Reichsherold forderte sie am 1. Jänner 1597 auf, die Waffen niederzulegen.

Warungs war ursprünglich bei der Pfarre Kirchberg am Wald und gehört seit Errichtung der Pfarre Süßenbach im Jahre 1784 zu dieser Pfarre. 1874 wurde die Kapelle erbaut. Sie ist dem Heiligen Fabian und dem Heiligen Sebastian geweiht.

Auf dem Wege zur ehemaligen Hammerschmiede ist eine alte Falltorsäule aufgestellt.

Um 1840 gab es in Warnungs 2 Pferde, 64 Ochsen, 38 Kühe, 12 Schafe und 36 Schweine.

Am Ende der Herrschaftszeit waren die Nr. 1 und 20 halbe Höfe, Nr. 14 ein Lehen mit einer öden Hofstatt, Nr. 2 – 6, 11 – 13 und 15 Lehenhäuser, Nr. 7 – 10 und 16 Hofstätten. Die Mühle hatte die Nr. 18 und Nr. 17 war das Gemeindehaus. Die restlichen Häuser (bis Nr. 22) waren Kleinhäuser. Auf Nr. 23 war eine Hammerschmiede.

1928 war die Mühle in Warnungs noch in Betrieb. Derzeit ist sie wie alle ehemaligen Mühlen im Gemeindebereich aufgelassen.